PaderBohne

Kultgetränk zwischen Verbot und Genuss

Im August 1781 wurde in vielen Fürstentümern, so auch in Paderborn, der einfachen Bürgerschaft der Kaffeegenuss verboten. Nur in Paderborn jedoch wehrte man sich mit einer Protestbewegung durch nächtliche Lärmereien rund um den Dom. Dies ist als „Paderborner Kaffeelärm“ in Erinnerung geblieben. Der Kaffee ist ein wunderbares Symbol für den kleinen Paderborner Rebellen, der in vielen von uns steckt.

Paderborner und Paderbornerinnen haben viel mehr Sinn für Gerechtigkeit und für Genuss als ihr Ruf es erwarten lässt.

Deshalb wird es höchste Zeit, dass sich das in einem eigenen Kaffee niederschlägt!

Warum Kaffee?

Natürlich wächst in Paderborn kein Kaffee. Wir genießen jedoch heute am Dom und an vielen schönen Orten im ganzen Kreis Paderborn das Getränk in vielen Variationen aus Herkunftsländern der südlichen Hemisphäre. Jetzt gibt es die Möglichkeit eine besondere Mischung (Kaffee-Blend) aus verschiedenen Anbaugebieten der Erde zu genießen, der seinen erlesenen Geschmack auch dem besonderen Anbau nach biologischen Richtlinien in kleinen Kooperativen verdankt.

Kaffee ist nach Erdöl weltweit der wichtigste Exportrohstoff. Doch die Konkurrenz auf dem Weltmarkt und Preise, die nicht einmal mehr die Kosten decken, treiben viele Kleinbauern in den Ruin. Ziel des fairen Handels ist es deshalb, die Lebensbedingungen benachteiligter Produzenten in den südlichen Ländern zu verbessern, indem sie ihnen die Möglichkeit bietet, unter fairen Bedingungen am Marktgeschehen teil zu nehmen und aus eigener Kraft für einen angemessenen Lebensunterhalt zu sorgen. So leistet die Fairhandelsorganisation Gepa z.B.:

1. die Vorfinanzierung oder vermittelt zinsgünstige Kredite
2. langfristige Geschäftsbeziehungen
3. die direkte Zusammenarbeit zwischen den Kaffeegenossenschaften und der Gepa
4. Weltmarktpreise plus Regelaufschlag für Entwicklungs- und Gemeinschaftsaufgaben
5. Bioaufschlag für anerkannten ökologischen Anbau

Fair-antwortlich handeln

Mit jeder Tasse fair gehandelten Kaffees setzen Sie ein Zeichen für die Verbreitung der Agenda21. Dieses Aktionsprogramm der Vereinten Nationen für gerechte Entwicklung im 21. Jahrhundert garantiert den Kaffeebauern und ihren Familien für ihr Produkt faire Preise und somit heute und zukünftig faire Entwicklungschancen.

Global denken Lokal handeln

Diese Arabica-Mischung kommt aus Projekten, wie sie seit Jahren auch durch Paderborner Initiativen unterstützt werden. Als Agendakaffee ist er bevorzugt aus Kaffee von kleinen Produzentengruppen zusammengestellt. Sie stammen aus:
Honduras –Zur Genossenschaft RAOS gehören 400 Bio-Kaffeebauern.
Mexiko –In der Region Chiapas kann die Union Majomut den Mehrpreis fast vollständig an die Kleinbauern weitergeben.
Peru –Die 30 Kleinproduzenten des Dachverbandes CEPICAFE erhalten neben der Vermarktung landwirtschaftliche Fortbildung, Investitionen zur Qualitätsverbesserung und spezielle Förderungen von Frauen und Kindern.
Bolivien –Die Mitglieder der Kooperative Alto Sajama bauen die Kaffeeart „Arabic tipic“ in den Yungas an.
Kolumbien -Der Genossenschaftsverband COSURCA beschloss den Mehrpreis aus dem Kaffeehandel z.B. in die Verbesserung der Kaffeequalität zu setzen.

Es entsteht eine Komposition aus Hochlandkaffeesorten, die in einem traditionellen Langröstverfahren geröstet wird und so ihren milden und fein bekömmlichen Geschmack optimal entfalten kann, ein absoluter Genuss!

Dieser Kaffee lädt Sie zum Seele baumeln lassen ein. Er ist perfekt geeignet für jede Kaffeetafel und ein originelles Mitbringsel aus dem Kreis Paderborn.